Unsere Schule

Die Turmbergschule ist eine Gemeinschaftsschule für rund 600 Lernende in den Jahrgangsstufen 1 bis 10. Sie werden von einem über 60-köpfigen Team unterrichtet und begleitet.

Unsere Schule liegt mitten im Herzen von Weingarten – und die Gemeinde ist mitten in der Schule. Wir pflegen vielfältige Beziehungen zu Institutionen, Vereinen und Betrieben und realisieren mit ihnen Projekte, die unsere Schüler*innen als ganze Menschen ansprechen und bilden.

Die Turmbergschule ist immer in Bewegung und wir laden Sie herzlich ein, uns näher kennenzulernen. Sie können hier vielfältige Einblicke in unsere Schulgemeinschaft gewinnen, haben Sie viel Spaß beim Lesen. Wenn Sie noch Fragen haben, treten Sie gerne mit uns in Kontakt.

 

Leitmotive

Lernen gelingt immer dann, wenn Begeisterung im Spiel ist und sich alle angenommen fühlen. Um eine solche Umgebung zu schaffen, lassen wir uns von folgenden Motiven leiten:
vertrauensvoll begegnen
Wir wollen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Lernenden aufbauen und sie in ihrem Lernen bestärken. Dabei sind wir uns unserer Rolle als Vorbilder bewusst. Wir bieten für alle einen verlässlichen Rahmen und somit Orientierung. Zugleich begegnen wir den Lernenden auf Augenhöhe.
gemeinsam gestalten
Wir sind ein Team. Wir gestalten und entwickeln unsere Schule auf Grundlage gemeinsamer Überzeugungen. Wir knüpfen an einem roten Faden, der die Jahrgangsstufen durchzieht und miteinander verbindet. Alle sind eingeladen, sich einzubringen. Durch gemeinsame Aktivitäten schaffen wir Erlebnisse, die uns verbinden.
frei entfalten
Wir nehmen alle Menschen in ihrer Einzigartigkeit ernst. Alle sollen den Freiraum bekommen, den sie benötigen, um sich frei zu entfalten. Dabei gilt es, die Freiräume der anderen zu achten. So entsteht eine bunte Gemeinschaft mit riesigem Potenzial.
verantwortlich handeln
Wir begleiten junge Menschen dabei, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Sie sollen mutig, zielstrebig und rücksichtsvoll in die Welt treten. Denn unsere Welt braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen: Verantwortung für sich und für alles was sie umgibt.

Methoden

Wie setzen wir diese Leitmotive in unserer täglichen Arbeit praktisch um? Im Folgenden stellen wir einige konkrete Methoden vor, die uns besonders wichtig sind – von C wie „Clubs“ bis R wie „Rhythmus“.

Clubs

Die „Nebenfächer“ werden ab der 5. Jahrgangsstufe in jahrgangsgemischtem Projektunterricht, den sogenannten Clubs organisiert. Dabei steht kooperatives, handlungsorientiertes und interessengeleitetes Lernen im Vordergrund. Neben vorgegebenen Pflichtclubs, die alle Lernenden besuchen müssen, haben sie die Möglichkeit aus einer Vielzahl an Angeboten selbst auszuwählen. Hier können sie frei nach ihren Interessen und Fähigkeiten entscheiden. Unterstützt werden sie dabei von ihrem Lerncoach. Indem sie sich dreimal jährlich mit der Clubwahl beschäftigen, setzen sich die Lernenden aktiv mit ihrem Lernprozess auseinander. Zugleich wird so eine motivierende Lernatmosphäre geschaffen.

Beispiele für Clubs sind „Bohrmaschinenführerschein“, „Im Labyrinth“, „Glück“, „DaZ“, „Passwort Jesus“, „Das große Wuseln“, „Mach dich krass!“ und „Acker“.

Graduierungssystem

Alle Lernenden beginnen ihren Lernweg bei uns mit dem Status „blau“, das heißt sie genießen von vornherein ein gewisses Maß an Freiheit und Vertrauen: Sie arbeiten selbstständig an ihren Ziele und können nach Absprache unsere Räume und Strukturen entsprechend ihrer Bedürfnisse nutzen. So sie im Laufe der Zeit lernen, mit diesem Vertrauen eigenverantwortlich umzugehen, können sie einen höheren Status („grün“ oder „rot“) und damit mehr Freiheiten erlangen. Die Voraussetzungen dafür sind durch klare Kriterien festgelegt, die auf die Altersstufen abgestimmt und für alle transparent sind. Diese sind völlig unabhängig von schulischen Leistungen. Sie beziehen sich auf das soziale Verhalten, die eigene Einstellung zum Lernen und erfordern eine verlässliche Einhaltung von Regeln.

Klassenrat

Der Klassen- oder Lerngruppenrat ist an der Turmbergschule ab Stufe 3 fest im Stundenplan verankert. Er ist ein lebendiges Selbstbestimmungsorgan, an dem alle Mitglieder einer Lerngruppe gleichberechtigt teilnehmen. In einem geschützten Rahmen wird über selbstgewählte Themen beraten, diskutiert und entschieden. Man akzeptiert Mehrheitsentscheidungen, respektiert Minderheiten , streitet sich und löst Konflikte. Die Lernenden übernehmen auf diese Weise Verantwortung für ihr eigenes Handeln und für die Gestaltung des Miteinanders in einer Gemeinschaft. Demokratisches Handeln wird so gelernt und erfahrbar gemacht. Die Lehrkraft begleitet bei Bedarf die Lernenden in diesem Prozess. Bei der Einführung und Umsetzung des Rates unterstützt außerdem unsere Schulsozialarbeiterin Frau Ganninger.

Lerncoaching

Um die Lernenden individuell zu fördern und zu fordern, müssen wir sie als Hauptakteure ihres eigenen Lernprozesses begreifen und zur Selbstreflexion sowie zum selbstbestimmten Handeln befähigen. Ab der 5. Jahrgangsstufe führen die Lernenden wöchentlich ein Planungsgespräch mit ihrem „Lerncoach“: Was bedeutet dir das Lernen? Wie lernst du überhaupt? Was sind deine Ziele für die kommende Woche? Diesen und anderen Fragen wird in einem wertschätzenden Gespräch auf Augenhöhe nachgegangen. Die Lehrperson nimmt dabei bewusst die Rolle der Lernbegleitung ein und stellt eine Art lernpartnerschaftliche Beziehung her. Ergänzend hinzu kommt die „Peerberatung“, also die Beratung durch Gleichaltrige. Mithilfe von Methoden des Gruppencoachings wird dazu die Lerngruppe zu einem wahren Expertengremium der Lernorganisation.

Lernentwicklungsgespräche

Lernentwicklungsgespräche finden in allen Jahrgangsstufen regelmäßig statt. Die Gespräche sind altersentsprechend vorbereitet und die Lernenden werden im Beisein der Eltern zur Selbsteinschätzung angeregt. Anschließend beschreiben Eltern und Lehrpersonen ihre Perspektive auf die Entwicklung des Kindes. Auch hier legen wir besonderen Wert auf einen vertrauensvollen und wertschätzenden Umgang. Abschließend werden gemeinsame Ziele für das weitere Lernen erarbeitet und festgehalten.

Lernpläne

Das freie Lernen fängt bei uns schon in der Primarstufe an und setzt sich in der Sekundarstufe fort. Neben klassischen Unterrichtsphasen und kooperativen Lernformen nehmen dazu individuelle Übungsphasen einen wichtigen Teil der Lernzeit ein. So kann jede*r das Arbeitstempo und das Niveau der Aufgaben selbst bestimmen. Gleichzeitig lernen die Schüler*innen Schritt für Schritt mehr Verantwortung für ihren persönlichen Lernweg zu übernehmen. Die Lehrkräfte unterstützen die Schüler*innen auf diesem Weg als Lernbegleiter*innen.

Medienkonzept

Zu einer ganzheitlichen Medienpädagogik gehören gleichermaßen der Konsum und die Produktion von Medien, egal ob digital oder analog. So spielt bereits ab den jüngeren Jahrgangsstufen das Erarbeiten und Gestalten von Plakaten oder Lapbooks eine zentrale Rolle. Mit zunehmendem Alter kommt dann der konstruktive Umgang mit PCs und Tablets hinzu. Ab der fünften Jahrgangsstufe nutzen die Lernenden diese Geräte für einen individuellen Zugang zu Informations- und Arbeitsmaterialien. Zudem dienen Sie der vereinfachten Kommunikation zwischen Eltern, Kindern und Lernbegleiter*innen. Dreh- und Angelpunkt für all dies ist unsere Digitale Lernumgebung (DiLer). In puncto Medienproduktion kommen Clubs in Programmierung und künftig auch in der Robotik hinzu.

Niveaudifferenzierung

Wir legen gleichermaßen Wert darauf, dass alle Lernenden die Grundfertigkeiten sicher beherrschen und dass sie ihren Fähigkeiten entsprechend das höchstmögliche Niveau erreichen.

In den Fächern Mathematik und Deutsch starten in der Primarstufe alle mit einem “Grundstein”, in der Sekundarstufe dementsprechend auf dem “G-Niveau” (Grundniveau).  Sind sie hier erfolgreich, können sie auf einem höheren Niveau weiterarbeiten. In der Sekundarstufe sprechen wir dann vom “M-Niveau” (mittleres Niveau) und “E-Niveau” (erweitertes Niveau).

Für Kinder mit besonderem Förderbedarf erarbeiten wir individuelle Lernpläne.

In unserem multiprofessionellen Team arbeiten Lehrkräfte aller klassischen Schularten zusammen. Durch diese vielfältigen Hintergründe und Perspektiven können wir den ebenso vielfältigen Bedürfnissen der Lernenden gerecht werden.

Räume

Die Turmbergschule legt sehr großen Wert darauf, dass die Lernenden eine freundliche und individuell nutzbare Lernumgebung vorfinden. Obwohl die Primarstufe in einem älteren Gebäude unterbracht ist, wurde eine Vielzahl von Differenzierungsecken und –zimmern geschaffen. So sind individuelle Arbeitsweisen und Arbeitsphasen möglich. Die Lernenden finden Bereiche vor, in denen sie aus dem Lerngruppenraum heraus in Kleingruppen oder auch allein arbeiten können. Hinzu kommen Bereiche, in die sie sich zurückziehen und zur Ruhe kommen können.

Ab der fünften Stufe führen wir diese Grundidee konsequent fort. An die Stelle von Klassenzimmern treten funktionelle Lernbereiche: Das „Lernatelier“ steht für konzentrierte Stillarbeit, hier haben alle Lernenden ihren persönlichen Arbeitsplatz. Der „Markplatz“ eignet sich für kommunikative Partner- und Gruppenarbeit. Die „Inputräume“ dienen der kompakten Wissensvermittlung. In den Coachingzimmern führen wir Vier-Augen-Gespräche und treffen uns in der Lerngruppe zur Gruppenberatung. Unterstützend hinzu kommt der digitale Lernraum.

Rhythmus

Im Schuljahr spannt sich ein großer bunter Bogen von begleitenden Ereignissen: kleinen und großen Highlights, geprägt von den Jahreszeiten, den Festen und Feiern ebenso wie von außerunterrichtlichen Veranstaltungen. Liebgewonnene Regelmäßigkeiten, die die Kinder jährlich wiedererleben, wechseln sich mit Unternehmungen ab, auf die sich die Kinder in bestimmten Jahrgangsstufen freuen dürfen. Hierzu zählen etwa Elemente unserer Präventionsarbeit oder der Berufsorientierung.

Innerhalb der Schulwoche finden Erzählkreis, Klassenrat oder Coaching-Gespräch ihren Platz. Im Schultag entwickelt sich mit den unterschiedlichen Fächern und der daraus entstehenden Abwechslung ein eigener Rhythmus, in dem Anspannen und Loslassen, Konzentrieren und Erholen ihren Platz haben.

Ab der fünften Jahrgangsstufe beginnt der Morgen an drei Wochentagen gemeinsam in der Lerngruppe. Daran schließt sich bis nach der 4. Stunde mit dem „Lernband“ das eigenverantwortliche Arbeiten in den Hauptfächern an. Der Schultag mündet dann in den Clubs, die später am Tag möglichst praktisch oder sportlich ausgelegt sind.

Auszeichnungen

Die Turmbergschule nimmt an vielen Projekten und Wettbewerben teil – und wird für dieses Engagement immer wieder ausgezeichnet:

herausragende Leistungen bei der Beruflichen Orientierung

Die Turmbergschule ist erneut mit dem BoriS-Berufswahl-SIEGEL Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Sie war eine der Wegbereiterinnen für dieses Projekt von Schulen und Wirtschaft und hat wiederum „bewiesen, dass sie die schulische Theorie mit der Praxis des Berufsalltags verbindet und ihre Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung umfassend unterstützt“, so Wolfgang Grenke, Präsident der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, in seiner Laudatio.

> Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl kooperierender Betriebe wieder.
> Hier geht es zum Bericht der Auszeichnung bei MeinOrt-Weingarten.

Wir alle gegen Cybermobbing

Die zunehmende Nutzung digitaler Medien erfordert einen sorgfältigen und umsichtigen Umgang mit diesen. Schüler*innen, Eltern und Lehrer*innen der TBS haben 2019 an dem Projekt des Bündnisses gegen Cybermobbing teilgenommen und dieses erfolgreich absolviert.

Grundschulchor Aktiv für den Klimaschutz

Der Grundschulchor unter Leitung von Birgit König glänzt nicht nur alljährlich mit diversen Aufführungen, sondern engagiert sich auch anderweitig. Lohn war ein Sonderpreis beim bundesweiten Klaus-Wüsthoff-Grundschulwettbewerb.

Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt

Besonderes Augenmerk legt die Turmbergschule auf Bewegung und Aktivität, im schulischen Alltag ebenso wie durch die Teilnahme an sportlichen Wettbewerben. Das Ministerium würdigte dieses Engaement mit der Rezertifizierung als GSB – Grundschule mit sport- und bewegungserzieherischem Schwerpunkt.

Schulacker und Schulgarten

Seit 2019 hat die Turmbergschule neben dem Schulgarten auch einen eigenen Schulacker, der in Zusammenarbeit mit flurkultur. Initiative für nachhaltige Entwicklung e.V. entstand und von den Schüler*innen des ACKER-Clubs gepflegt wird. Im Rahmen der Schulgarteninitiative wurde dieses Projekt ausgezeichnet.

Präventionskonzept stark.stärker.WIR

stark.stärker.WIR ist ein Rahmenkonzept zur Gestaltung schulischer Präventionsarbeit und umfasst Suchtprävention, Gewaltprävention und Gesundheitsförderung. Präventionslehrerin Frau Appelt und Schulsozialarbeiterin Frau Ganninger treffen sich regelmäßig mit geschulten Präventionsbeauftragten des Landes, um ein verlässliches Präventionskonzept an der Turmbergschule aufzubauen und weiterzuentwickeln. So werden eine große Wirksamkeit und hohe Nachhaltigkeit der durchgeführten Maßnahmen erzielt.

> Unser Konzept umfasst fest verankerte Projekte in allen Stufen vor.
> Hier auf den Webseiten des Landes können Sie mehr über das Programm erfahren.
> Laden Sie hier den Programmflyer herunter.

Geschichte

Die Weingartener Turmbergschule – vom evangelischen Knabenschulhaus zur Gemeinschaftsschule

Die Turmbergschule steht seit über 100 Jahren im Zentrum von Weingarten. Gebaut wurde sie anlässlich der Einführung der „obligatorischen Simultanschule“ durch den badischen Landtag im September 1876 auf dem Gelände der evangelischen Knabenschule. Seit dem Jahr 1906 steht der Altbau der Turmbergschule in der heute bekannten Form in Weingartens Ortsmitte. 

Bis 1963 wurden alle Klassen im alten Grundschulbau unterrichtet, doch war die Einwohnerzahl Weingartens kräftig angewachsen und an der Schule musste Platz geschaffen werden, um allen Kindern die vorgeschriebenen acht Jahre Volksschule zu ermöglichen. Zwei zusätzliche Bauwerke erweiterten die Kapazitäten der Schule in den 1960er und 70er Jahren und schufen neben Klassenzimmern auch die ersten Fachräume für Physik, Biologie und den Hauswirtschaftsunterricht. Ebenso wurde der sogenannte E-Bau errichtet, um einen Gymnastikraum sowie zusätzliche Klassenzimmer zu schaffen.

1975 wurde die Weingartener Schule in eine Grund- und eine Hauptschule aufgeteilt. Dabei wurde die Hauptschule eine von vier Pilotschulen in Baden-Württemberg, die das sogenannte 7+3-Modell umsetzten: Nach dem 7. Schuljahr wurde ein Realschulzug angeboten, der die Schüler*innen in drei Jahren zum Realschulabschluss führte. Neu waren dabei die Profilfächer Technik (bzw. Hauswirtschaft-Textiles Werken) und Wirtschaftslehre/Informatik, die im Bereich Arbeit-Wirtschaft-Technik verortet waren. Dieser Bereich bot eine gezielte Hinführung zur Berufs- und Arbeitswelt. Lehrer*innen der Turmbergschule erarbeiteten Lehrpläne für diese neue Schulform und führten Fortbildungen für andere Schulen durch.

Unabdingbar für einen erfolgreichen Unterricht war der weitere Ausbau der Hauptschule. Diese Arbeiten wurden 1989 abgeschlossen und nun gab es im Fachtrakt neugestaltete Fachräume für Technik und HTW, sowie für Biologie, Chemie, Physik und Musik. 

Erst 1990 erfolgte die flächendeckende Einführung der Werkrealschule in Baden-Württemberg. Diese Schulart führte sowohl zum Hauptschulabschluss nach Klasse 9 als auch zum realschulgleichwertigen Abschluss nach Klasse 10. Die TBS Weingarten war somit 15 Jahre wegweisende Pilotschule.

Mit Beginn des neuen Jahrtausends kehrte sich der Trend zur Aufteilung der Schulen wieder um. 2001 wurden die organisatorisch getrennten Schulen unter dem neuen Namen „Turmbergschule Weingarten – Grund- und Hauptschule“ wieder zusammengelegt. Gut zehn Jahre später dann wurde die Turmbergschule im Jahr 2013 zur “Gemeinschaftsschule”. In dieser grundlegend neuen Schulform werden die Kinder auf drei verschiedenen Niveaustufen unterrichtet. So ist es für die Schüler*innen möglich, ihrem Tempo und Leistungsstand gemäß zu lernen. Voraussetzung dafür sind neue Unterrichtsformen und auch eine andere Lernumgebung. Seither entwickelt sich die Turmbergschule Weingarten als eine gemeinsame Schule für ALLE Schüler*innen kontinuierlich weiter.

FAQ

Werden die Kinder in Stufe 5 nach Niveaustufen getrennt?
Nein, der große Vorteil unserer Schulart ist, dass die Kinder nicht so früh "in Schubladen gesteckt" werden. In den Stufen 5 bis 7 lernen alle Kinder zusammen und sind nicht auf ein bestimmtes Niveau festgelegt. Die enge Begleitung der Kinder durch ihre Lernbegleiter*innen unterstützt sie beim Lernen und beim Finden ihres eigenen Weges. Die Festlegung auf einen bestimmten Abschluss erfolgt dann im Schullaufbahngespräch mit den Eltern in Stufe 8.
Welche Abschlüsse werden an unserer Schule angeboten?
Unsere Schüler*innen können nach Stufe 10 den regulären Realschulabschluss ablegen oder nach Stufe 9 oder 10 den Hauptschulabschluss.
Welche schulischen Übergänge gibt es nach Stufe 10?
Schüler*innen, die den Realschulabschluss absolviert haben, können auf ein allgemeinbildendes oder berufliches Gymnasium wechseln. Schüler*innen, die im letzten Jahr durchgehend erfolgreich auf gymnasialem Niveau gearbeitet haben, können auch ohne Prüfung auf ein Gymnasium wechseln. Im Schuljahr 2021/22 soll an einer Karlsruher Gemeinschaftsschule eine gymnasiale Oberstufe eingerichtet werden, so dass die Weingartener Schüler*innen das Abitur in dieser Schulform ablegen können.
Gibt es an der TBS Noten?
In allen Stufen gibt es differenzierende Berichte über den individuellen Entwicklungs- und Leistungsstand der Schüler*innen. In Stufe 1 und 2 sind dies verbale Beurteilungen, wobei in Stufe 2 Noten in den Fächer Mathematik und Deutsch hinzukommen. In den Stufen 3 und 4 gibt es in allen Fächer Noten. Ab Stufe 5 werden grundsätzlich keine Noten mehr ausgewiesen. Stattdessen gibt es in den Lernentwicklungsberichten eine verbale Beurteilung der erreichten Lernziele. Allerdings können Eltern die „Übersetzung“ des Leistungsstands ihrer Kinder in Noten beantragen. In den Abschlussstufen werden immer Noten erteilt.
Gibt es ein „Sitzenbleiben" an der TBS?
Nein. Die Schüler*innen arbeiten in ihrem individuellen Tempo und haben davon unabhängig ihre Lerngruppe als feste soziale Bezugsgruppe.
Ist die TBS eine Ganztagesschule?
In den Stufen 1-4 endet der Unterricht spätestens um 13 Uhr. In Zusammenarbeit mit dem Hort bestehen jedoch Betreuungsangebote zwischen 7.00 und 17.15 Uhr. In den Stufen 5-10 sind wir eine Ganztagesschule in gebundener Form, d.h. der Nachmittagsunterricht ist für alle Schüler*innen verpflichtend. Dieser findet an den drei Tagen Montag, Dienstag und Donnerstag statt.
Wie läuft die Mittagspause ab?
Zunächst nehmen die Schüler*innen ihr Mittagessen in der Mensa ein. Im Anschluss gibt es verschiedene betreute Angebote, z.B. spazieren gehen, vorlesen, Brettspiele, Origami und die Sportspiele, die unsere ausgebildeten Schulsportmentor*innen aus den höheren Stufen organisieren. Die Schüler*innen haben auch die Möglichkeit in Ruhe im Lernatelier zu arbeiten, wenn sie es wünschen.